Beide Begriffe sind meines Erachtens in den Theorien zur Weiterentwicklung der Vielfalt der Arten und Erscheinungsformen weit überschätzt.
Warum ??
Weil das was über sein oder nicht sein entscheidet, ist nicht die Frage ob es ein anderer besser oder schlechter kann, sondern vielmehr ob ich an die aktuell herrschenden Lebensbedingungen so weit angepasst bin, dass ich darin überleben kann, d.h. dass ich in dieser Umgebung alle Bedürfnisse erfüllen kann die Vorraussetzung für mein Überleben sind.
Dazu ein kurzer Abschnitt aus der Seite über Gesellschaftstheorie:
Stabilität der Existenzform und die Bedeutung der Energie in diesem Prozess
Schon auf dieser kleinsten Ebene der Elementarteilchen und ihrer Teile kann man die Entwicklung zu einer stabilen Form der Existenz beobachten. Diese hängt zusammen mit der Frage wie viel Energie kann freiwerden, wenn sich die autonomen Teile zu einem größeren Ganzen zusammenfügen. Das heißt umgekehrt ein größeres Ganzes wird sich nur dann dauerhaft bilden, wenn man aus der Vereinigung der dazu gehörenden Teile Energie gewinnen kann. Muss man aber umgekehrt Energie hinzufügen um dieses Ganze zu gewinnen so wird es nicht stabil sein.
Umgekehrt gilt diese Regel auch, ein großes Ganzes wird zerfallen, wenn aus diesem Zerfall Energie frei wird. Je mehr Energie der Zerfall freisetzt, um so kürzer ist die Überlebensdauer.
Noch ein weiterer Aspekt. Es gibt Verbindungen die zu ihrer Vereinigung ein wenig Energie benötigen um diesen Prozess zu beginnen, aber im Verlauf dieses Prozesses wird insgesamt weit mehr Energie frei als es bedurfte um ihn zu beginnen.
Du meinst z.B. die Vereinigung von Sauerstoff und Wasserstoff zu Wasser, auch Knallgas genannt.
Ja diesen auch, aber ebenso die Kernspaltung des Urans durch Neutronen. Beide genannten Prozesse beschleunigen sich selbst, so lange die Ausgangsstoffe in genügender Menge vorhanden sind.
Bereits an diesem elementaren Punkt kann das beherrschende Prinzip der Evolution gezeigt werden.
Welches?
Dass sich alle Formen ausbilden die unter den gegebenen Voraussetzungen möglich sind, und dass diese Formen so lange erhalten bleiben, wie sie unter den gegebenen Umweltbedingungen ihre Struktur stabil aufrechterhalten können. So ist es nach seinem Potential und seiner Struktur dem Element Wasserstoff überall möglich über längere Zeit zu bestehen, nur nicht unter den Bedingungen eines Sternes wie der Sonne, denn hier sorgt die dort herrschende große Masse und damit einhergehend die starke Schwerkraft dafür, dass genügend Anfangsenergie bereitsteht um den Prozess der Kernfusion so dauerhaft in Gang zu bringen, dass daraus wiederum seinerseits dauerhaft Energie freiwerden kann.
Diese Energie ist so stark, dass sie nun ihrerseits, als wärmende Energie spendende Sonnenstrahlung, die Grundbedingung für das Entstehen komplizierterer Strukturen auf dem Planeten Erde schafft und aufrechterhält.
Stimmt und dieses Phänomen, dass dauerhaft Energie in einem konstruktiven Maß zugeführt wird ermöglicht es wiederum, dass sie erstmals Strukturen herausbilden können die für Ihre Existenz zwingend der dauernden Zufuhr von Energie von außen bedürfen, wie dies alle lebenden Wesen auf dieser Erde sind.
Wo gibt es dann noch Wettbewerb?
Überall dort, wo das Verhalten des einen unmittelbar die Lebensbedingungen des anderen verändert. Im Bereich der Wirtschaft existiert Wettbewerb also am stärksten in den Bereichen in denen der Markt / die lebenserhaltende Energie begrenzt ist, und die Gewinnung eines Kunden/ Auftrages / Nahrung nur dadurch geht, dass ich einem anderen Marktteilnehmer diesen Kunden / Auftrag abnehme. .In Reinform ist das nur selten der Fall. Oft gelingt es durch Veränderung der Struktur und Spezialisierung andere Potentiale zum Überleben zu nutzen, genau so wie bei den Galapagos Finken, die durch die Ausbildung unterschiedlicher Schnabelformen, eben gerade den Wettbewerb mit der Stammform vermieden haben, weil sie sich neue Nahrungsquellen erschlossen haben, und sich daher erheblich freier entwickeln konnten.
Daraus folgt, dass Wettbewerb wohl mehr die Diversifikation, also die Vermeidung von Wettbewerb durch die Erschließung unterschiedlicher Lebensgrundlagen fördert, aber nicht so sehr die Verbesserung innerhalb der Erschließung dieser Quellen.